PowerPoint Präsentation erstellen lassen

Die gewünschte Entscheidung herbeiführen – mit der richtigen Präsentation

 

Enrico Petini

 

01. Juni 2017

Monatelang Ideen ausarbeiten, wochenlang Konzepte realisieren, tagelang für den einen Termin kämpfen und dann eine halbe Stunde Zeit haben, um die Lösung vorzustellen … eine halbe Stunde, die alles entscheidet. Warum wird sich der Entscheidungsträger für uns entscheiden? Sieht er von sich aus unseren Aufwand, unseren Schweiß und die Tränen, die für die Lösung geflossen sind? Eher nicht. Und wenn, wird das für ihn nicht das entscheidende Kriterium sein.

Der Entscheidungsträger muss binnen Minuten alle notwendigen Informationen für seine Entscheidung erhalten, die Ideen verstehen, den Nutzen und die Vorteile der Lösung erkennen und uns vertrauen – nicht mehr und nicht weniger ist die Aufgabe unserer Präsentation.

Genau das ist die Aufgabe unserer Präsentation. Ach ja, die Präsentation. Die hätten wir fast vergessen. In einer Nacht und Nebel Aktion entstanden, enthält sie nun alle nur erdenklichen Information unserer monatelangen Arbeit. Der Umfang alleine zeugt schon von unserem Aufwand und zeigt, dass wir an alles gedacht haben. Wirklich an alles? Und wieso funktioniert es damit dann so oft nicht? Wieso kauft der Kunde unsere Lösung nicht? Wieso entscheidet sich der Investor für ein anderes Projekt? Wieso bekommen wir nicht die Entscheidung, die unser Projekt dringend braucht? Aus jahrelanger Erfahrung kann ich sagen: es liegt sehr oft an der Präsentation.

 

Das persönliche Auftreten, also das Präsentieren an sich, ist nicht der Stolperstein – zu groß sind Motivation und persönliches Engagement, die, verbunden mit einem Mindestmaß an Präsentationsfähigkeit, in der Regel ausreichend sind. Es ist die Visualisierung der Inhalte. Die meisten Präsentationen (auch viele derer, die zum gewünschtem Ergebnis führen) sind: zu lang, zu unübersichtlich, wenig zielführend und optisch nicht ansprechend.

 

Nicht die beste Idee wird sich verkaufen, sondern die, die sich am besten präsentiert. Nicht der beste Mitarbeiter wird den nächsten Karriereschritt machen, sondern der, der sich im entscheidenden Termin am besten präsentiert. Sie können es also dem Zufall überlassen oder aktiv etwas für Ihre Ideen und Ihre Karriere tun: Erstellen Sie eine überzeugende Präsentation. Wie das geht? Hier ein paar Tipps:

 

1. Setzten Sie sich klare Ziele für Ihre Präsentation

Was will ich bei wem, wie erreichen? Nehmen Sie sich die Zeit, die kurze Frage ausführlich zu beantworten. Nur wer diese Frage klar und deutlich beantworten kann, wird eine überzeugende Präsentation erstellen können. Beantworten Sie die Frage am Anfang und stellen Sie sich diese auch immer wieder zwischendurch – damit stellen Sie sicher, dass Sie auch im Laufe der Erstellung immer noch auf dem richtigen Weg sind.

 

2. Überlegen Sie sich eine Story

Storytelling ist als Marketing-Werkzeug sehr erfolgreich – zurecht! Also nutzen Sie es für Ihr (Verkaufs-)Gespräch. Die Geschichte bildet die Brücke zwischen Ihrem Zuhörer und Ihrer Lösung. Sie fängt bei Ihrem Zuhörer (und seiner Bedürfnisse/Problemen) an und hört bei Ihrer (für ihn passenden) Lösung auf. Die Story ist Ihr „roter Faden“ – halten Sie die Story klar und übersichtlich, so wird auch Ihr „roter Faden“ immer sichtbar bleiben.

 

3. Legen Sie fest, welche Inhalte Sie für die Erreichung Ihrer Ziele präsentieren müssen

Alles was nötig und so wenig wie möglich. Wichtig dabei: Zuerst alles zusammentragen was nötig ist und dann entscheiden, was weggelassen werden kann. Nehmen Sie nicht die Abkürzung und fangen mit dem „so wenig wie möglich“ an – Sie laufen Gefahr, das Wesentliche zu übersehen. Liefern Sie alle entscheidungsrelevanten Fakten, sonst werden Sie zum Entscheidungsträger.

 

4. Beschreiben Sie Nutzen und Vorteile – aus Sicht des Entscheidungsträgers

Ihre Lösung hat unzählige Vorteile? Super, so sollte es sein. In der Präsentation alle (gleichgewichtet) vorzustellen, ist zeitraubend und nicht zielführend. Überlegen Sie sich stattdessen die „schlagkräftigste“ Sichtweise auf Ihre Lösung. Priorisieren Sie hierfür Ihre Top drei Vorteile in der Reihenfolge der Wichtigkeit aus Sicht des Entscheidungsträgers („3, 2, 1 … meins“).

 

5. Beschreiben Sie die Alternativen – und die Risiken

Jeder neue Weg birgt auch eine gewisse Unbekannte und in jeder Entscheidungssituation stehen Sie vor mehr als einer Alternative. Wieso dann nicht gleich darüber sprechen? Es ist sehr hilfreich (schon während der Lösungsentwicklung), sich mit den Risiken und den Alternativen auseinander zu setzen – so kann die Lösung im besten Fall schon für die wesentlichen Herausforderungen „gewappnet“ sein. Machen Sie das in Ihrer Präsentation deutlich … und zeigen Sie die Folgen des „Sich-nicht-entscheidens“ auf.

 

6. Visualisieren Sie Ihre Inhalte ansprechend

Sie sitzen endlich vor Ihrem Rechner und öffnen PowerPoint. Tausende Möglichkeiten stehen Ihnen offen … nutzen Sie aber bitte nicht alle! Die Visualisierung muss die Entscheidung unterstützen und nicht davon ablenken. Dafür sollte Sie einfach, aussagekräftig und zielführend sein – Information ist nur das, was verstanden wird. Verzichten Sie auf textlastige Präsentationen – Grafiken wirken modern und zeigen logische Zusammenhänge. Denken Sie daran: Darstellungen aus den 80er und neue, innovative Lösungen, passen meist nicht zusammen.

 

7. Überraschen Sie – erzeugen Sie Aufmerksamkeit

Stehen Sie nicht alleine da, sondern haben Mitbewerber? Dann sollten Sie möglichst einen (positiven) bleibenden Eindruck hinterlassen – insbesondere dann, wenn die Entscheidung nicht sofort im Termin getroffen wird. Gestalten Sie Ihr Überraschungsmoment authentisch, passend zu Lösung und niemals übertrieben.

 

Das alles gelingt Ihnen nicht auf maximal drei PowerPoint-Folien bei normaler Schriftgröße und mit grafischen Darstellungen? Dann ist Ihre Präsentation wohl noch zu lang. Als Mitinhaber der meART Präsentationsagentur in Baden-Baden erarbeite ich mit meinen Kunden Entscheidungspräsentationen für Vertriebs- und Kundentermine, Geschäftsführungs- und Vorstandssitzungen, Investoren- und Projekttermine. Dabei sehe ich, welches Potenzial in der Visualisierung der Inhalte steckt und wie diese entscheidend dazu beiträgt, die gewünschte Entscheidung herbei zu führen. Inhalte strukturieren, komprimieren und zielführend visualisieren sind heute Aufgaben, bei denen sich viele erfolgreiche Manager und Projektleiter von uns unterstützen lassen – nicht nur um Zeit zu sparen, sondern um mit der richtigen Präsentation die gewünschte Entscheidung herbei zu führen.

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